Der „Pschorr“ hat einfach Schwein –

Das Chiemgauer Weideschwein.

Im malerischen Chiemgau gelegen, umrahmt von Wäldern und Bergen, liegt unweit der bayerischen Gemeinde Schnaitsee der Biohof Schwingenstein, der sich der Weideschweinhaltung verschrieben hat.

Junge Weideschweine auf einer Wiese in Schnaitsee

Junge Weideschweine mit viel Auslauf auf Feldern und Wiesen in Schnaitsee

Hier wird Bio-Tierhaltung GROSS geschrieben. Das Futter wird nach den strengen Regeln des Anbauverbandes Biokreis auf dem Hof in Eigenanbau selbst produziert und die Weideschweine können in kleinen artgerechten Rudeln von rund zwanzig Tieren noch ganzjährig im Freien leben.

Auf den Wiesen und Feldern, im Wald oder in der Schutzhütte, wenn´s mal kühler ist, erleben die Tiere ein Leben in der Natur unter ihresgleichen. Auch die kloanen Ferkerl haben hier eine „sauguade“ Zeit und genießen ihre Jugend im Wandel der Jahreszeiten. Auf dem Biohof sind insgesamt nur einige hundert Tiere auf einem traumhaften Areal unterwegs, nicht, wie in der konventionellen Tierhaltung, Tausende. Das hat auch viel mit Respekt vor dem Tier zu tun. Klasse!

Weideschweine auf der Weide

Auf der Weide finden die Schweine zusätzlich verschiedene Gräser und Kräuter als Nahrung

Die „Chiemgauer“ sind wahre Schönheiten – die „Models“ unter den Schweinen, sozusagen! Da schaut die Wildsau nur so neidisch aus dem Wald heraus, wenn diese wundervoll gemusterten Tiere über die Weiden streifen. Pfundig schauen sie aus, die Chiemgauer Weideschweine.

Hier noch ein paar Infos über den Hof von Christoph Schwingenstein …

Das rief natürlich recht bald unseren Wirt Jürgen Lochbihler und seine Köche auf den Plan, denn Qualität riechen können wir auch. Und so fand das wunderbare Weideschwein seinen Weg in unser bayerisches Wirtshaus „Der Pschorr“ am Viktualienmarkt in München.

Hier bei uns wird das ganze Tier von Kopf bis zum Ringschwanzerl verarbeitet, damit auch nichts verschwendet wird. „Nose to tail“ heißt das jetzt ganz modern was bei uns im Wirtshaus schon lange Tradition hat. So finden sich auf unseren Speise- und Tageskarten unter anderem Gerichte wie z. B.: Gesottenes Schweinszüngerl und Kronfleisch, Innereien Spieß, Saures Lüngerl, Rosa gebratenes Schweinefilet, Schweinesteak aus der Nuss, Braumeisterschnitzerl vom Weideschwein, herzhaft gefüllt mit frischen Kräutern oder Ofenfrischer Schweinebraten aus dem Bauch mit rescher Kruste, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

Das und noch vieles mehr wird vom Küchenchef Wolfgang Schmidt und seinem Team mit Sorgfalt und viel Wissen um Kochtradition auf die Teller gezaubert, um Ihnen ein unvergessliches Geschmackserlebnis zu bescheren.

So profitieren wir von natürlicher Tierhaltung, die auch uns glücklich macht, die inspiriert und nicht zuletzt den Weg zu einer besseren Ernährung weist. Damit Ihr jetzt Dahoam vor lauter Begeisterung nicht vom Stuhl fallt und schmollt, anbei ein kleines Rezept, das Ihr mit a bisserl Talent auch in Eurer Küche hinbekommt.

Rezept: „Bio-Weideschweinebraten mit Hackerbier-soß`“

 

 Was Menge Einheit Zutaten
Braten ca.1 kg Weideschweinschulter mit Schwarte
  ca.1 Kg Schweinsknochen gehackt
  1 bis 2 St. Zwiebel grob geschnitten
       
      Bier (natürlich Hacker-Pschorr) 😊
       
  0,5 L Bratengrundsoße
       
Beilagen     Kartoffelknödel
       
Gewürze Salz, Pfeffer, Kümmel, Knoblauch

(Menge für etwa 4 Personen)

Und so wird´s „sauguad“:
Das Fleisch kräftig mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Knoblauch würzen, (einreiben). Auf Knochen und Zwiebeln setzen und ca. 30 – 40 Minuten bei 180 ° in den Ofen schieben. 

Danach die Schwarte einschneiden, so etwa 0,5 cm – so, wie Sie die Scheiben dann möchten. Zurück in den Ofen und bei 160 ° behutsam fertig garen, nochmal ca. eine Stunde. Dabei immer wieder mit etwas Bier übergießen. 

Fleisch aus dem Ofen nehmen, beiseitestellen und mindestens 20 – 30 Minuten ruhen lassen. Knochen und Bratensatz mit der Grundsoße auffüllen, 20 Minuten köcheln lassen. Soße passieren und mit den genannten Gewürzen abschmecken.

Vor dem Aufschneiden den Braten nochmals zum Nachkrusten und Erhitzen für etwa 10 – 15 Minuten bei starker Hitze, 220°, in den Ofen schieben.

Braten an der Schwarte aufschneiden und mit empfohlenen Beilagen servieren.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Kochen und wenn Ihr nicht Kochen könnt, auch wurscht, dann kommt´s einfach zu uns in unser bayerisches Wirtshaus „Der Pschorr“. Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Bis zum nächsten Mal! Mit kulinarischen Grüßen … Eure Pschorr-Reporter
Alexander Reiter und Michi Bier

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Das Chiemgauer Weideschwein

Weitere Infos aus Schnaitsee

Chiemgauer Weideschweine auf den Biohof Schwingenstein

Chiemgauer Weideschweine auf den Biohof Schwingenstein

Die Weideschweine des Hofs sind eine Kreuzung aus verschiedenen Rassen. Sie sind besonders robust und können auch bei rauem Klima auf Feldern und Wiesen gehalten werden.

Insgesamt werden lediglich ein paar Hundert Tiere gehalten – statt mehrere Tausend wie bei konventionellen Betrieben. So stehen für jedes Tier 800 qm als Lebensraum und Nahrungsquelle zur Verfügung.

Die Tiere leben hier absolut stressfrei und in artgerechter Haltung – u. a. mit viel Bewegung und natürlicher Ernährung. Das begünstigt den gesunden Fettanteil des Fleisches und ist der Grund für saftigen und aromatischen Fleischgenuss.

Neben der Hauptnahrung Bohnen und Getreide fressen die Schweine auf der Weide unterschiedliche Gräser und Kräuter. Und sie wühlen im Boden nach Würmern, Insekten und Schnecken, die eine natürliche Eiweißquelle darstellen.

Kurzum: es geht Ihnen gut und das freut uns alle …

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